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Wie Sinn in Krisenzeiten Orientierung gibt - für Menschen, Teams und Organisationen

Aktualisiert: 25. Mai

Wenn die Welt auf dem Kopf steht und viel Ungewissheit existiert, brauchen Menschen Orientierung. Eine klare Ausrichtung, die nicht nur Sinn ergibt, sondern auch sinnvoll für die Menschen und Gesellschaft ist. Der Sinn ist wie ein Kompass, an dem wir uns immer wieder neu ausrichten können, wenn sich die Situation verändert. Wir wissen immer, wo es hingeht, egal wo wir gerade stehen. Er gibt Halt, Kraft und die Motivation morgens aufzustehen. Der Sinn ist dabei etwas ganz persönliches und kraftvolles. Ebenso der Sinn oder Existenzgrund von einer Organisation. Für eine Organisation zu arbeiten, die für uns einen sinnhaften Beitrag leistet und in der wir selbst einen sinnhaften Beitrag leisten können, bereichert unser Leben. Deshalb darf der Sinn nicht unterschätzt werden, der in Krisenzeiten Menschen unterstützt, sie ermutigt das Richtige zu tun und Kraft gibt.


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Warum es wichtig ist New Work nicht aus den Augen zu verlieren


Dieser Beitrag ist sehr persönlich. Vor einer Woche habe ich ihn begonnen zu schreiben. Mit einer anderen Überschift und meine ersten Zeilen lauteten auch ganz anders. Im Vordergrund stand eine klare Ausrichtung für Teams und Organisationen. Neben der Vision, Strategie und den Zielen ist ein wichtiger Teil davon der Sinn.


Nun haben wir Krieg in Europa. Mich begleitet eine tiefe Traurigkeit, Sprachlosigkeit und auch Angst. Ich habe mich zunächst von den Social Media distanziert und wollte zunächst keine Beitrage mehr schreiben. Macht es Sinn gerade über New Work zu schreiben während Menschen um ihre Existenz fürchten und ihr Leben kämpfen?


Nein, dachte ich. Derzeit brauche ich einen Moment der Stille. Um in mich zu gehen und mir genau die Frage zu stellen: Was macht gerade für mich Sinn? Worauf kommt es jetzt an und welchen Beitrag kann ich leisten?


New Work wird für viele Menschen als Luxus angesehen. Als eine "Spaßveranstaltung" mit viel High Tech, Homeoffice oder bunten Möbeln, die viel kosten. Das ist aber nicht annähernd New Work. Es geht um so viel mehr: Menschlichkeit, Miteinander, Autonomie und natürlich Sinn.


Unter Menschlichkeit verstehe ich, die menschlichen Grundbedürfnisse auch in der Arbeitswelt zu berücksichtigen wie beispielsweise (psychologische) Sicherheit, Zugehörigkeit, Anerkennung etc. Frieden ebenfalls. Dazu zählt aber auch, den Menschen als Ganzes zu betrachten mit all seinen Emotionen, guten und schlechten Seiten. Dass er:sie auf der Arbeit sein kann, wie er oder sie ist. Und entsprechend die Akzeptanz von allen anderen Menschen herum, dass sie so sein können, wie sie sind und keine Emotionen abschalten und Maske tragen müssen. Wir sind unterschiedlich und unperfekt. Und das ist gut so.


Die Unterschiedlichkeit und entsprechend die Autonomie der Menschen (auf der Welt) zu akzeptieren sehe ich als Basis für ein friedvolles Miteinander. Mit Autonomie meine ich, dass erwachsene, selbstbestimmte Menschen auch in der Arbeitswelt so behandelt werden müssen. Damit sie als solche akzeptiert werden und sie eigene Entscheidungen treffen können, müssen ihnen Freiheiten zugestanden werden. In vielen Unternehmen herrschen auch heute noch Diktatur-ähnliche Verhältnisse, indem der Chef:die Chefin vordiktiert was zu tun ist und die Mitarbeitenden nur noch abarbeiten. Das ist entgegen der menschlichen Natur. (Am besten schaust Du Dir mal meinen Beitrag über New Work an, den ich vor einem Jahr geschrieben habe.)


Miteinander ist ein Schlüsselbegriff aus der Neuen Arbeitswelt und gilt ebenfalls für die aktuelle Krise. Nur wenn wir zusammenhalten und zusammenarbeiten, können wir etwas bewegen, Ziele erreichen und uns weiterentwickeln. Das "Ich" wird durch das "Wir" ersetzt. Das versuche ich auch Führungspersonen immer wieder zu vermitteln. Es geht nicht darum alles alleine zu schaffen. Es ist nur in einem guten Miteinander möglich und eine (hoffentlich) erhebliche Erleichterung für sie. In der heutigen Komplexität ist es nicht mehr möglich und schon gar nicht zielführend, Dinge alleine in Bewegung zu bringen.


Warum die Orientierung am Sinn, Sinn macht


In den letzten Monaten während der Corona Krise habe ich viele Gespräche geführt. Und fast jedes zweite Gespräch ging über die Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeiten von der Person, mit der ich mich unterhalten habe. "Was ist es, das ich wirklich, wirklich will?" war die große Frage. Die Endlichkeit des Lebens rückt in den Vordergrund. Auch jetzt, wenn es um den Krieg geht. Der Sinn gewinnt für viele Menschen an Bedeutung und es wird Zeit, dass sich dem auch die Organisationen stellen: "Warum existieren wir und welchen Beitrag leisten wir für die Gesellschaft (wirklich)?"


Letzte Woche ist unsere Entdeckungstour Führung gestartet. Wir haben uns dem Thema Sinn im Kontext einer klaren Ausrichtung auseinandergesetzt. Neben einer Vision, Strategie und Zielen wird der Sinn und Zweck der Organisation leider viel zu wenig ins Bewusstsein gerufen und nicht als Orientierungshilfe genutzt.


Der Sinn hat verschiedene Ebenen: Was schenke ich, als Person und Individuum der Welt? Welchen Mehrwert gebe ich als Führungsperson? Welchen Existenzgrund haben wir als Team? Und nicht zuletzt: Welchen Beitrag leisten wir als Organisation der Gesellschaft?


Diese Fragen sind existenziell und wesentlich mehr als nur das Gestalten von einem sog. Purpose für Werbezwecke. Was ist dabei das grundlegende Problem? Der selbsternannte Sinn ist nicht wahr. Es werden keine Entscheidungen und Tätigkeiten danach ausgerichtet.


Deshalb wird der Sinn einer Organisation in diesen Fällen von den Mitarbeitenden nur belächelt, genauso wie die Werte-Leitlinien an der Wand.

Damit das für Dich und Dein Team nicht passiert, habe ich ein kleines Geschenk für Dich: Ein Purpose Canvas. Das kannst Du am Ende des Beitrags kostenlos downloaden.


Statt einem Sinn gibt es Anweisungen hier, Kontrolle da. Von oben wird genau gesagt, was getan werden muss. So sieht der Alltag in vielen Unternehmen aus. Was damit verloren geht ist nicht nur die Motivation der Mitarbeitenden, sondern auch der Sinn für sie selbst einen echten Beitrag zu leisten.


Daneben wird jegliche Chance auf Anpassungsfähigkeit an die Umwelt in einer komplexen Welt genommen, denn bis die Anweisungen von oben herunterkommuniziert und delegiert wurden, sind oftmals Tage, Wochen oder sogar Monate vergangen. Meistens gibt es in der Zwischenzeit ein großes Chaos, weil niemand weiß, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Eine unklare Vision oder unverständliche Strategie stiften in Unternehmen oft Verwirrung. Die Teams warten auf konkrete Answeisungen. Niemand versteht das Management mehr und die Teams wurden abgehängt.


So oder so ähnlich sieht der Alltag in vielen Organisationen aus. Das muss sich ändern!


Alternativ sollte der Sinn einer Organisation die Orientierung geben, anhand dessen sich die Teams ausrichten und ihren Beitrag dazu leisten können. Die Entscheidungen werden danach ausgerichtet, anstelle von Profit. (Es hat sich gezeigt, dass der wirtschaftliche Erfolg dann sogar größer wird.)


Mit dem Sinn der Organisation sollten sich die Organisationsmitglieder identifizieren können (und wenn nicht ist es auch ok zu gehen). Wie oft blickt man heute in ahnungslose Gesichter, wenn man Menschen fragt, warum sie tun, was sie tun oder ob sie sich mit der Organisation überhaupt identifizieren.


Das Problem, das allerdings auftritt, wenn die Menschen selbst erkannt haben, dass sie sich mit dem Sinn ihrer Tätigkeiten oder dem der Organisation nicht (mehr) identifizieren können, ist, dass sie dann eine Entscheidung treffen müssen. In der Regel bedeutet es, das Unternehmen zu verlassen und zu unbekannten Ufern zu schwimmen. Dann wird es unbequem!


Und hier schließt sich der Kreis: Wenn wir einen Sinn für uns und unser Leben erkennen, diesem nachgehen können, sind wir glücklicher und gesünder. Wir haben ein besseres Miteinander, weniger Konflikte und ein schöneres Leben. Wir sind insgesamt zufriedener und achten nicht mehr darauf, was andere haben oder nicht haben, weil es uns gut geht. Ein zufriedenes Leben ist die Basis für Frieden.


Ich weiß, sehr naiv meine Sicht auf die Welt - oder eher hoffnungsvoll. Ich bin Visionärin und mein persönlicher Purpose ist es, Menschen Mut zu machen neue Wege zu gehen. Für eine bessere Arbeitswelt und ein besseres Leben.


Kennst Du Deinen Sinn? Wie fließt er in Dein Leben ein?


Viel Spaß beim Erkunden!


Deine Domenika


P.S. Wenn Dir mein Beitrag gefallen hat, dann hinterlasse gerne ein Like! Und wenn Du meine Beiträge abonnierst, erhältst Du sogar meine gratis Toolbox. ;)


 

Dein Purpose Canvas zum Download:

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Hi, ich bin Domenika!

Mein Antrieb ist es, eine neue und digitale Arbeitswelt mitzugestalten, die

menschlich, gesund und leistungsstark ist, damit unsere Wirtschaft ihr volles Potenzial entfalten kann. Deshalb berate ich Organisationen und begleite Führungskräfte mit ihren Teams in eine zeitgemäße Zusammenarbeit.


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Bildquellen: WIX Library und eigenes Foto