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Neues Arbeiten kostet nichts! Wie Du New Work einführen kannst ohne einen Cent zu bezahlen.

Aktualisiert: 12. Okt.

Wir haben kein Geld, um New Work einzuführen! Solche und ähnliche Sätze höre ich öfters. Insbesondere wenn man mitbekommt und vergleicht, was so manche Unternehmen heute alles so unternehmen, um es den Mitarbeitenden angenehmer zu machen. Neue Laptops, Handys, Sportangebote, Flextime, modernste Büroausstattung und den Obstkorb nicht vergessen. Das alles kostet viel Geld und im schlimmsten Fall geht es am Neuen Arbeiten vollkommen vorbei. In diesem Beitrag erkläre ich Dir warum und wie Du ganz ohne Geld einzusetzen, das Neue Arbeiten umsetzen kannst.


Ein Überblick über diesen Beitrag:

1. Viel Geld für nichts

2. Erwachsene Menschen wie erwachsene Menschen behandeln

3. Ein wertschätzendes Arbeitsumfeld schaffen

4. Traditionelle Strukturen aufbrechen

5. Neues Arbeiten ist mehr als Homeoffice und digitale Tools


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Viel Geld für nichts

"Ich weiß nicht, ob ich das hier wirklich weiter machen möchte. Ich sehe keinen Sinn mehr in dem was ich tue." Derzeit führe ich jedes zweite Gespräch mit meinen Kund:innen über den Sinn ihrer Arbeit. Meistens arbeiten diese Personen in einem tollen und großen Unternehmen, in dem genau die oben aufgelisteten Dinge verfügbar sind: Homeoffice ist möglich, es gibt Gesundheitsprogramme, die modernste Büroausstattung und Technik.


Meiner Meinung nach hat Corona die Sinn Frage für viele Menschen stärker ins Bewusstsein gerufen. Und hierbei höre ich oft heraus, dass es noch nicht einmal um einen größeren, höheren Sinn geht, sondern die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit, wie wertstiftend sie tatsächlich ist oder wie viel sie am Tag eigentlich "für die Tonne" arbeiten. Also welchen Beitrag sie eigentlich wirklich leisten in ihrer Arbeit (und in ihrem Leben). Dazu kommt dann noch die tiefere Sinnfrage. Möchte ich dieses Unternehmen grundsätzlich noch unterstützen oder sollte ich meine wertvolle Lebenszeit nicht Dingen und Unternehmen widmen, die einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten.


Die Sinnfrage wird teilweise schon belächelt, aber mein Eindruck ist, dass sie nun während Corona wichtiger geworden ist denn je. Ganz ohne einen Cent dafür auszugeben, kann sich jedes Team und jede Organisation einmal damit beschäftigen: Was ist unser Existenzgrund, unser Sinn? In den Teams können sich alle Personen darüber austauschen, was sie werthaltiges zu diesem Sinn beitragen können und wollen. Auch aus dem Sinn wird häufig eine Wissenschaft gemacht, teure Agenturen bezahlt, den Sinn zu formulieren. Dabei wäre ein erster, wichtiger und vor allem kostenloser Schritt, einmal mit dem eigenen Team über den Sinn zu sprechen, sich gegenseitig zuzuhören und zu inspirieren. Warum machen wir unsere Arbeit eigentlich? Was ist mein Sinn dahinter? Welchen Sinn erfüllen wir als Team?


Was, wenn wir keinen Sinn erkennen in unserer Arbeit? Tja... dann wird es wohl Zeit etwas zu ändern!


Erwachsene Menschen wie erwachsene Menschen behandeln

Im Kern vom Neuen Arbeiten geht es meiner Meinung nach darum, anzuerkennen, dass auch im Unternehmen selbstbestimmte, erwachsene Menschen mit eigenen Fähigkeiten, Erfahrungen, Meinungen, Emotionen etc. arbeiten, die auch so behandelt werden müssen.


Diese Einsicht ist zwar manchmal schwer, kostet aber keinen Cent. Wenn ich das verstanden habe, muss ich zwangsläufig meine Mitarbeitenden und Kolleg:innen auch so behandeln, d.h. weder über sie bestimmen, noch die Menschen verhätscheln. (Um einmal beide Extreme aufzuzeigen.) Dies gilt insbesondere für Führungspersonen, aber richtet sich selbstverständlich an alle Menschen. Es ist sehr hilfreich einmal selbst zu überprüfen, welche Meinung ich grundsätzlich von Menschen habe und wie sich das in meinem Verhalten zeigt.


Warum ich das sage? Wenn ich mit meinen Kund:innen über den Sinn, wie oben beschrieben, spreche, wird der Sinn für die Arbeit häufig gleichgestellt mit der Wertschätzung und der Behandlung der Vorgesetzten einem gegenüber. Oftmals wird es miteinander vermischt. Ich habe den Eindruck, weil oft das Gefühl entsteht, man arbeitet für sie, anstatt für eine höhere Sache (wie einem gesellschaftlichen Beitrag). Und warum sollte man für einen Menschen arbeiten, der oder die einen schlecht bzw. nicht wertschätzend behandelt? Und hier komme ich auch schon zum nächsten Punkt:


Ein wertschätzendes Arbeitsumfeld schaffen

Konstruktive Fehler- und Konfliktkultur, jeden Menschen mit seinen Eigenheiten, Stärken und Schwächen akzeptieren, Emotionen Raum geben, sich gegenseitig Anerkennung schenken, die Gesundheit berücksichtigen... die Liste ist lang. Jede:r weiß es (eigentlich) und trotzdem wird es nicht gelebt! Fang endlich an! Ja, Du. Und wenn Du nicht weißt wie, dann tausche Dich mit anderen Personen aus, wie es geht. Warte nicht länger, dass Dein:e Chef:in oder Dein:e Kolleg:in damit anfängt!


Wenn Du eine Führungsperson bist, die das hier gerade liest, dann hinterfrage auch gerne mal Dein eigenes Verhalten bzw. wie sich Dein Denken über Deine Mitarbeitenden auf Dein Verhalten ihnen gegenüber überträgt. Vielleicht wirst Du über Deine Erkenntnisse überrascht sein...


Ach, und eins noch: Manche Führungspersonen meinen, nur weil sie eine Führungsrolle innehaben, hätten sie grundsätzlich Recht. Das ist natürlich nicht richtig. Solch ein Denken ist weder wertschätzend, noch stimmt es mit der Realität überein. Im Gegenteil: Es entgehen einem vermutlich sogar neue, erfolgreiche Chancen.


Was außerdem dazu gehört und sich mit dem selbstbestimmten, erwachsenen Menschen sehr gut verträgt sind Freiräume für die Potenziale und Fähigkeiten der Menschen zu schaffen, jede:r Person eine für sie oder ihn tragbare Verantwortung zu geben, Vertrauen zu leben. All das sind wichtige und vor allem kostenlose Mittel, um das Neue Arbeiten einzuführen. Diese Frage macht nämlich den Unterschied und hebt das Neue Arbeiten hervor: Was braucht ein erwachsener, selbstbestimmter Mensch in Unternehmen, um sein zu dürfen und das volle Potenzial zu entfalten?


Wir Menschen, wir wollen ja arbeiten, uns einbringen und einen Beitrag leisten. Dabei wollen wir uns auch so zeigen, wie wir sind. Mit all unseren Stärken, Grenzen, Verletzlichkeiten und Schwächen. Wie können wir das tun, wenn wir ständig eingeengt, kontrolliert und für Fehler bestraft werden?


Diese Dinge in Deinem Team, in Deiner Organisation zu verändern, kostet kein Geld! Fang Du als Vorbild an, für Null Cent! Ja, das sind alles kostenlose Mittel, um das Neue Arbeiten im Kern zu leben.


Traditionelle Strukturen aufbrechen

Dann, wenn wir ECHTES Neues Arbeiten einführen möchten, müssen wir ans Eingemachte gehen: Die Strukturen. Wenn den Organisationsmitgliedern echte Freiräume gegeben werden sollen, damit sie sich als selbstbestimmte Menschen entfalten können und um den Marktanforderungen gerecht zu werden, müssen die Strukturen verändert werden. Warum? In den meisten Unternehmen bestehen klassische Hierarchien, die - auch wenn wir uns noch so sehr bemühen - wie eine Diktatur auf die Menschen wirken. (Diesen Gedanken habe ich von Brian J. Robertson geklaut, Literaturtipp unten.) Von oben wird diktiert und unten wird gemacht. Wusstest Du, dass dieses Management System aus dem 19. Jahrhundert stammt? Abgesehen davon, dass es ein Menschenbild unterstützt, das die Menschen als faul darstellt, war dieses System vielleicht hilfreich in einer Zeit, die weniger komplex war als heute.


Die Hierarchie ist ein Mittel zur Kontrolle und Machtausübung. Es geht meistens nicht darum, bestmöglich den Kund:innen zu dienen oder die Menschen menschengerecht zu behandeln bzw. die Potenziale der Mitarbeitenden zu nutzen.


Das klingt jetzt vermutlich sehr hart und Du denkst Dir vielleicht, dass das nicht stimmt oder vielleicht sogar, dass das doch gar nicht schlimm ist. Das Problem ist, dass wir diese hierarchischen Strukturen so sehr gewohnt sind, dass es uns noch nicht mal mehr auffällt, geschweige denn, dass uns die Phantasie fehlt, wie es anders gehen kann. Viele Konflikte mit denen wir tagtäglich zu tun haben, liegen allerdings genau an diesen Strukturen.


Die Strukturen können auf unterschiedlichster Weise verändert werden zum Netzwerk, einer Selbstorganisation, agilem Arbeiten oder wie auch immer man es bezeichnen möchte. Mit einem Vorurteil möchte ich allerdings an dieser Stelle aufräumen. Neue Strukturen bedeuten nicht, dass es keine Führung mehr gibt. (Eine nähere Ausführung würde hier den Rahmen sprengen, wenn Du Fragen hast, komm gerne auf mich zu.)


Ich gebe zu, neue Strukturen zu etablieren kostet Geld, weil man sie realistischer Weise nicht ohne fremde Hilfe einfach mal so im gesamten Unternehemen verändern kann. Und vor allem braucht es Zeit. Aber auch ohne eine große Transformation im Unternehmen können die Teams ihre teaminternen Strukturen aufbrechen und so zu mehr Freiräumen, Kundenorientierung und Eigenverantwortung kommen. Hierbei unterstütze ich beispielsweise die unterschiedlichsten Teams.


Aber auch hier habe ich eine Idee für Dich, wie Du ganz kostenfrei mit dem Team, in dem Du arbeitest die Strukturen angehen kannst. Überlegt Euch doch einfach mal ganz praktisch: Was wollen unsere Kund:innen? Wie können wir uns mehr Freiräume schenken, damit wir dem gerecht werden? Welche Verantwortung kann jede:r von uns übernehmen und eigene Entscheidungen getroffen werden? Wie können wir unsere Stärken besser einbringen? Fokussiert Euch darauf, was möglich ist! Und dann geht es Schritt für Schritt los...


Neues Arbeiten ist mehr als Homeoffice und digitale Tools

Ich freue mich sehr, dass viele Unternehmen ihren Organisationsmitgliedern das hybride Arbeiten oder Flexarbeit ermöglichen. Doch meistens bleiben die hierarchischen Strukturen bestehen und die oben genannten Punkte wie Sinn, ein wertschätzendes Umfeld etc. bleiben weiterhin unberücksichtigt. Dann wird das Homeoffice lieber als Fluchtort genutzt oder, um unter dem Radar zu landen. Wenn erwachsene Menschen nicht auch wie welche behandelt werden und kein wertschätzendes Umfeld vorhanden ist, dann funktioniert auch kein Homeoffice! Bzw. werden die Teams schwächer und Probleme treten auf. Dann werden Stimmen laut: Das klappt bei uns nicht! Unsere Mitarbeitenden müssen kontrolliert werden!


Ich bin tatsächlich ein großer Fan von neuen Kollaborationstools und modernen Tools, wenn sie die Zusammenarbeit und das Miteinander fördern oder die Arbeit für den einzelnen leichter macht. Ich selbst nutze beispielsweise ein digitales Teamboard, ein online Whiteboard, unterschiedliche Canvas(se - was ist das Plural von Canvas?), Kommunikationstools etc. Diese gibt es oft auch kostenlos, manche kosten natürlich Geld und sind beim remote Arbeiten sehr nützlich.


Die Unternehmen geben auch sehr viel Geld für eine moderne Büroausstattung, neue, digitale Tools aus und alles, was die Mitarbeitenden halten soll. Vieles davon ist hilfreich, um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern, aber es täuscht leider nicht lange darüber hinweg, wie das Miteinder im Team oder in der Organisation ist. Dann wird die Sinnfrage wieder ganz laut: Wofür mache ich das alles eigentlich?


Fakt ist: Vertrauen, Autonomie, Stärkenorientierung, Kundenfokus und Wertschätzung kosten nichts! Keinen Cent.


Wie denkst Du darüber?


Bis bald,

Deine Domenika


P.S. Wenn Dir mein Beitrag gefallen hat, dann hinterlasse gerne ein Like!


 

Hi, ich bin Domenika!

Mein Antrieb ist es, eine neue und digitale Arbeitswelt mitzugestalten, die

menschlich, gesund und leistungsstark ist, damit unsere Wirtschaft ihr volles Potenzial entfalten kann. Deshalb berate ich Organisationen und begleite Führungskräfte mit ihren Teams in eine zeitgemäße Zusammenarbeit.


Komm bei Fragen und Anmerkungen gerne auf mich zu oder lass uns einfach kennenlernen!


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Bildquellen: www.canva.com und WIX Library

 

Literaturtipp:

Holacracy von Brian J. Robertson